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Wir besitzen keine brauchbaren Modelle, die die Wechselwirkungen zwischen den Witterungserscheinungen, dem geologischen Untergrund, der Geländeform und den Aktivitäten der Lebewesen in einem konkreten Gebiet adäquat beschreiben. Wegen der Komplexität dieser Wechselwirkungen werden wir auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein, ökologische Modelle zu entwickeln, die geeignet sind, den Zustand eines Gebiets im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit verlässlich zu beurteilen. Nur auf Dauer angelegte, vergleichende Untersuchungen des Stoff- und Energiehaushalts von Gebieten, die sich hinsichtlich ihrer klimatischen Verhältnisse, ihres geologischen Untergrunds und ihrer Geländeform stark ähneln, aber unterschiedliche Nutzungsgeschichte und aktueller Nutzung aufweisen, können Daten liefern, die es uns erlauben, ökologische Nachhaltigkeit sinnvoll zu charakterisieren. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie unterscheidet sich der Stoff- und Energiehaushalt eines Gebiets, das von Lebensgemeinschaften bewohnt und bewirtschaftet wird, die weitestgehend in Selbstorganisation entstanden sind (menschlicher Einfluss spielt eine untergeordnete Rolle), von einem Gebiet, das von der Nutzung durch den Menschen geprägt wird. Was die menschliche Nutzung betrifft, so kann man differenzieren, zwischen Gebieten die vorwiegend forstwirtschaftlich oder vorwiegend landwirtschaftlich oder vorwiegend als Siedlungs- und Gewerbegebiet genutzt werden. Bei vorwiegend forstwirtschaftlich genutzten Gebieten kann man weiter differenzieren, ob gepflanzte Monokulturen bewirtschaftet werden oder durch Naturverjüngung entstandene Mischbestände. Man kann auch der Frage nachgehenden, welche Auswirkungen verschiedene Formen der Bewirtschaftung haben. Ähnlich kann man bei den überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebieten differenzieren, ob es sich vorwiegend um Dauergrün- oder Ackerflächen handelt, ob das Dauergrün gemäht oder beweidet wird, ob es gedüngt oder nicht gedüngt wird, ob die Ackerflächen nach den Regeln des ökologischen Landbaus oder konventionell bewirtschaftet werden oder ob pfluglose Landwirtschaft betrieben wird. Von großem Interesse ist außerdem, welche Auswirkungen es hat, in welcher Form und in welchem Umfang der ökologische Kreislauf geschlossen wird.

Solche vergleichenden Langzeituntersuchungen fehlen weltweit. Das bedeutet, allen Konzepten für eine nachhaltige Entwicklung, die bis heute auf dem Markt sind, fehlt eine entscheidende Grundlage.