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Die drei Prinzipien lauten:

I. Der Naturhaushalt darf nicht systematisch steigenden Konzentrationen von Substanzen ausgesetzt werden, die aus der Lithosphäre extrahiert werden.

Als allgemeine Regel sollte gelten, keine anthropogenen Stoffströme von der Lithosphäre in die Ökosphäre zu erlauben, die dazu führen, dass die natürlichen Schwankungsbreiten deutlich überschritten werden. Insbesondere ist nicht zu erlauben, dass diese Überschreitung systematisch wächst.

II. Der Naturhaushalt darf nicht systematisch steigenden Konzentrationen von Substanzen ausgesetzt werden, die in vom Menschen installierten Anlagen produziert werden.

Die Mengen an Molekülen und Radionukliden, die in der Technosphäre produziert werden und in die Ökosphäre fließen, dürfen nur so groß sein, dass sie entweder in die natürlichen Kreisläufe der Ökosphäre integriert oder in der Lithosphäre gefahrlos deponiert werden können. Es darf also zu keiner Anreicherung dieser in der Technosphäre produzierten Substanzen in Teilen der Ökosphäre kommen.

III. Manipulationen am Naturhaushalt dürfen nicht dazu führen, dass Bodenfruchtbarkeit, Verfügbarkeit von sauberem Wasser und biologische Vielfalt vermindert werden.

Welche Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Prinzipien auftauchen, soll durch folgende Fragen deutlich werden:

I. Prinzip: Bis wann waren die Schwankungsbreiten natürlich? Wie zuverlässig ist es möglich, die natürlichen Schwankungsbreiten der Vergangenheit zu ermitteln? Welcher Zeitraum soll für die Ermittlung der natürlichen Schwankungsbreiten herangezogen werden? Mit welchem Verfahren wird festgelegt, ab wann die natürlichen Schwankungsbreiten deutlich überschritten sind?

II. Prinzip: Wie hoch muss der Überwachungsaufwand sein, damit eine Anreicherungstendenz in irgendeinem Teil der Ökosphäre rechtzeitig erkannt wird? Wie stellt man bei welcher Substanz fest, dass eine gefahrlose Deponierung möglich ist und für wie lange?

III. Prinzip: Was ist Bodenfruchtbarkeit und wie kann sie zuverlässig gemessen werden? Geht es beim Wasser darum, sauberes nicht zu verschmutzen oder darum genügend technische Kapazität zu haben, um ausreichende Mengen an sauberem Wasser bereitzustellen können? Geht es dabei nur um sauberes Wasser für den menschlichen Bedarf? Wie soll welche biologische Vielfalt zuverlässig gemessen werden? 

Literatur

John Holmberg, Karl-Henrik Robert: Backcasting from non-overlapping sustainability principles - a framework for strategic planning
The Natural Step Foundation, Stockholm 1999

The Natural Step Foundation, Stockholm 1999

http://www.naturalstep.org/